
Das Buch „Klick und weg: Das Facebook-Aufhör-Buch“ von Kurosch Yazdi und Ben Springer beleuchtet die Gefahren der Abhängigkeit von sozialen Medien, insbesondere Facebook. Yazdi, ein renommierter Psychiater und Suchtexperte, warnt vor der zunehmenden Vereinsamung durch digitale Dauerpräsenz und zeigt Wege auf, wie Betroffene den Absprung ins reale Leben schaffen können. Sein Co-Autor, Ben Springer, ein ehemaliger Werbefachmann, hat allem Digitalen abgeschworen und besitzt nicht einmal mehr ein Smartphone. Gemeinsam zeichnen sie das Bild einer internetsüchtigen Gesellschaft und stellen eine beunruhigende Prognose: Wenn wir nicht bald den Blick vom Bildschirm lösen, werden wir immer mehr vereinsamen.
Dr. Kurosch Yazdi
geboren 1976, ist ein österreichischer Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeut mit iranischen Wurzeln. Seit 2012 leitet er die Klinik für Psychiatrie mit Schwerpunkt Suchtmedizin am Kepler Universitätsklinikum in Linz. In dieser Funktion hat er sich intensiv mit verschiedenen Suchterkrankungen auseinandergesetzt, wobei ihm insbesondere die Prävention und Behandlung von Handysucht bei Kindern und Jugendlichen ein besonderes Anliegen ist.
Yazdi warnt eindringlich vor den Gefahren des übermäßigen Smartphone- und Internetkonsums bei jungen Menschen. Er betont, dass die Betroffenen immer jünger werden; so sind bereits Elfjährige in seiner Ambulanz für Spielsucht in Behandlung. Er sieht die ständige Verfügbarkeit des Internets und die mangelnde Regulierung durch Eltern als Hauptursachen für diese Entwicklung. In seinen Vorträgen und Publikationen plädiert er für klare Regeln im Umgang mit digitalen Medien und empfiehlt Eltern, die Nutzung von Smartphones und Computern bei ihren Kindern bewusst zu steuern.
Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert sich Yazdi auch in der Aufklärungsarbeit. Gemeinsam mit dem ehemaligen Werbefachmann Ben Springer veröffentlichte er das Buch „Klick und weg: Das Facebook-Aufhör-Buch“, in dem sie die Mechanismen der Abhängigkeit von sozialen Medien beleuchten und Wege aufzeigen, wie man sich davon lösen kann. Yazdi betont dabei, dass ein vielfältiges Leben mit realen sozialen Kontakten und Hobbys der beste Schutz vor digitalen Süchten ist.
Sein Engagement und seine Expertise machen Dr. Kurosch Yazdi zu einem wichtigen Ansprechpartner im Kampf gegen die zunehmende Digitalisierung und die damit verbundenen Risiken für die junge Generation.
Weitere Links
Ein Leben ohne Handy – Wo das für Kinder bereits Realität ist Kurier: 14.12.24
Sucht-Primar über soziale Medien: „Wir steuern auf eine Katastrophe zu“ Kurier: 29.09.24
Habilitation für Primar Dr. Kurosch Yazdi-Zorn My Science
Kepler Universitätsklinikum in Linz