Wichtige Hinweise
- Ihre Kinder benötigen keine Vorkenntnisse, aber eine grundsätzliche Offenheit gegenüber Natur, Gruppe und Regeln. Sie sollten freiwillig ins Camp kommen.
- Die Begleitung durch erfahrene Begleiter:innen erfolgt in einem Verhältnis von 1:3
- Individuelle Bedürfnisse ihrer Kinder erfordern ein Vorgespräch und können weitestgehend berücksichtigt werden.
- Eine Packliste finden sie hier und wird mit der Anmeldebestätigung nochmals zugesendet.
Viele Fragen…
und das ist auch gut so. Schließlich und endlich vertrauen sie uns Ihre Kinder an und wir wollen uns ihres Vertrauens würdig erweisen. Wenn irgendwelche Fragen offen bleiben rufen sie mich ungeniert direkt an – Jürgen Schneider, 0676 / 73 83 380
Wie sind die Kinder untergebracht?
Wir stellen ein großes Tipi mit 8 Metern Durchmesser und zwei Tarps in der Form von großen Nomadenzelten (6×5 Meter) zur Verfügung. Diese sind mit Strohsäcken und Teppichen warm und gemütlich ausgestattet. Im Tipi befindet sich eine Feuerstelle für die allabendliche Geborgenheit.
Was machen wir wenn es regnet?
„Es ist Hochsommer. Wir warten einfach, bis es wieder aufhört.“
Wir betrachten Regen und Wind nicht unbedingt als unseren Feind und als ein KO-Kriterium für die Auszeit. Mit zwei Garnituren, einer langen und einer kurzen Hose und einem Schlafgewand, Sandalen und einem zusätzlichen Pulli und eventuell noch einer Regenjacke für akute Regeneinsätze sollte dafür schon fast alles im Kasten sein (Checkliste Basics). Die Erfahrung zeigt, dass „schlechtes“ Wetter durchs Fenster, aus dem Inneren eines Hauses betrachtet viel ungemütlicher erscheint, als wenn man es draußen erlebt. Wir achten immer auf den Wetterbericht und bleiben realistisch, Wenn der Sturm aufzieht und der Wind die Zeltplanen niederreißt, alles klatschnass ist und kein Feuer mehr brennt, sind wir schon alle weg und sicher unter Dach im Hof.
Gibt es ein Kinderschutzkonzept?
ROOTS Kinderschutzkonzept im Mai 2024 . Hier geht es zur Vollversion 2025
- Die Sicherheit und das Wohlbefinden des Individuums steht im ROOTS Camp an oberster Stelle. Die Werte Respekt, Solidarität und Eigenverantwortung werden mit allen Anwesenden einzeln vereinbart. Dafür ist Vertrauen und Schutz explizit garantiert.
- Am ersten Tag wird gemeinsam mit den Kindern diesbezüglich ein mündlicher ein Vertrag geschlossen zu dem sich alle – auch die Begleiter – bekennen. Daraus resultiert gleichzeitig das vertragliche Recht darauf entsprechend behandelt zu werden.
- Es gibt dazu täglich altershomogene Rederunden, in denen die Kinder Themen ansprechen können bzw. explizit dazu befragt werden. Essen, Schlaf, Toilette und unser Vertrag sind die zentralen Themen. Sie können dies auch individuell einem*r Betreuer*in sagen, wenn sie nicht vor der Gruppe sprechen möchten. Dieses Angebot wird in den Rederunden täglich wiederholt.
- Das Mengenverhältnis von Betreuern zu Kindern liegt zwischen 1:2 und 1:3. Dadurch ist in den Rederunden hohe Aufmerksamkeit und differenzierte Betrachtung der Situation garantiert.
- Es herrscht im Camp eine allgemeine Öffentlichkeit, die sich gegenseitig schützt. Konkret heißt das, daß bis auf die Toiletten der gesamte Tagesablauf von allen öffentlich einsehbar ist.
- Es gibt regelmäßige Teamrunden, in denen wichtige Themen angesprochen werden. Hier wird vor allem auch auf die Befindlichkeiten der Kinder eingegangen. Bei Auffälligkeiten wird umgehend Kontakt aufgenommen und nachgespürt.
- Vertrauen ist ein zentraler Wert und wir fördern von Beginn an eine vertrauensvolle Atmosphäre. Dies geschieht vor auch allem dadurch, dass wir den Kindern in ihrer Eigenverantwortung Vertrauen gewähren und immer wieder thematisieren wie wichtig dies für unser Zusammenleben ist..
- Alle Verantwortungsträger, sowie die freiwilligen Helfer hinterlegen einen Strafregisterauszug.
Was gibt es zu essen?
Da wir über keinen elektrischen Strom verfügen, kommt nur den Topf kommt was völlig sicher und unproblematisch ungekühlt haltbar ist. Das ergibt ganz von Selbst leichte, durchwegs vegetarische, regionale und saisonale Kost. Getreide, Nudeln, Hülsenfrüchte, Salate, Rohkost, Gemüse, Suppen, Brot, Hartkäse, Tee und viel Obst. Kein Zucker!
Vegan & Vegeatirisch
Vegan ist nicht unbedingt unsere Spezialität.
Wir verarbeiten täglich frische Milchprodukte und Eier direkt ab Hof, aber wenn es sein muss, können wir auch vegan.
Vegetarisch sind wir wie gesagt sowieso.
Ohne Strom gibt es auch keine Kühlaggregate und daher lassen wir Fisch und Fleisch generell aus.
Unverträglichkeiten
Fructose-, Lactose-,, Gluten-unverträglichkeit
Da unser Camp-Chefkoch selbst unter oben angeführten Unverträglichkeiten leidet, freut er sich immer über Gefährten.
Absolute Glutenfreiheit für Zöliakie können wir leider nicht garantieren, da wir eben ein wenig Brot- und Mehlverseucht sind.
Histaminunverträglichkeitsdiätkönnen wir nicht berücksichtigen. Wir empfehlen Anti Histamin Tabletten
Was tun bei Heimweh?
Wir versuchen das Kind bei echtem Trennungsschmerz intensiv zu begleiten und einen weiteren Aufenthalt zu ermöglichen. Wenn das Heimweh zu heftig wird, können Eltern auch gerne mal bei uns übernachten, oder das Kind abholen und es am Folgetag wiederbringen. Wenn das Heimweh eher in die Kategorie „Heimweh“ nach dem Tablet oder dem Kühlschrank fällt, sprechen wir mit ihnen und sind auch bereit ein „Nein“ zur Abholung ihrerseits mitzutragen. Dabei begleiten wir das Kind intensiv und halten sie auf dem Laufenden über den emotionalen Zustand ihres Sprösslings.
Kann ich meine Kinder telefonisch erreichen?
Sie können im Notfall immer die Campleitung erreichen, welche sich im Rahmen von 2-3 Stunden zurück meldet. Sollte es aus irgendeinem Grund Anlass dazu geben, rufen wir sie jedenfalls von uns aus an. Ansonsten können sie beruhigt davon ausgehen, dass es ihren Kindern gut geht.
Können Kinder zu Hause anrufen?
Wir bieten das nicht aktiv an und wir fördern das Gutenachtelefonat auch nicht. Wenn ein Kind aber danach verlangt, kann es sie gerne anrufen.
Wir bitten sie allerdings diese Möglichkeit nicht als Verkaufsargument bei Ihren Kindern einzusetzen.
Was ist wenn ein Kind krank wird?
Wenn ein Kind krank wird, aber von sich aus im Camp bleiben will und kein Fieber hat, würden wir in Absprache mit Ihnen eine Nacht zuwarten, das Kind eints zu eins betreuen und dann am nächsten Tag entscheiden. Sollten sie wollen und können, steht es Ihnen auch frei diese Nacht bei uns und ihrem Kind zu verbringen.
Wie geht es Kindern mit Heuschnupfen?
Wir empfehlen Anti Histamin Tabletten
Gibt es Zecken?
Sehr wenige. Pro Saison verzeichnen wir etwa 4-5 Zeckenbisse.
Von uns aus müssen Kinder nicht gegen Zecken geimpft sein. Das liegt in Ihrer Verantwortung
Wie ist das Notfalls Procedere?
Sollte es zu einem Unfall kommen (was in 25 Jahren noch nie passiert ist und wofür wir außerordentlich dankbar sind) kümmern wir uns zuerst um die Notfallsversorgung des Kindes. Mindestens zwei Begleiter mit aktuellem Erste Hilfe Kurs sind vor Ort.
Beim leisesten Zweifel rufen wir die Rettung.
Sobald das Kind in geeigneter professioneller Versorgung ist (Ambulanz bzw. Landesklinik Wr. Neustadt), melden wir uns bei Ihnen.
Wie werden kurzfristige krankheitsbedingte Stornos gehandhabt?
Individuell großzügig ohne Präzedenzfälle zu schaffen. Wenn Ihnen ein Unglück passiert, wollen wir es für Sie und ihr Kind nicht noch schlimmer machen. Wir suchen und finden fast immer eine Lösung.
Gibt es bei Abbruch Geld zurück?
Leider nein.
Wer sind die Betreuer:innen?
Vier Hauptverantwortliche, entweder vom Fach, oder seit Jahren bewährte Freunde von ROOTS sind
Zwei bis drei Praktikanten aus dem Bereich der Sozialpädagogik
Zwei bis drei Fachpraktikanten aus dem Bereich der Umwelt- oder Sozialpädagogik
Zwei bis drei freiwillige Helfer, die selbst jahrelang als Kinder im Camp waren und jetzt mit mindestens 16 Jahren als Helfer dabei sind.
Ein bis zwei hospitiererende Eltern
Wie ist das numerische Begleiterverhältnis?
Wir streben immer ein Begleitverhältnis von einem Begleiter zu zwei bis drei Kindern an.
Was für eine Ausbildung haben die Begleiter:innen?
Unsere Begleiterinnen haben keine spezifische Ausbildung. Unser wesentliches Kriterium ist Herzensbildung und persönliche Reife. Bis auf wenige Ausnahmen kennen wir all unsere Begleiter seit vielen Jahren. Neue Kräfte durchlaufen eine Probephase als Assistent:In eines bewährten Begleiters.
Wer leitet das Camp?
Mein Name ist Jürgen Schneider, ich bin Jahrgang 1961 und leite das ROOTS Camp seit fast 25 Jahren. Ich bin Vater von drei erwachsenen Kindern und freue mich auf Ihren Anruf, oder Ihren Besuch im Camp. Weiterlesen
Kann man sich das Camp vorab einmal ansehen?
Sehr gerne können sie in einer der Ferien-Wochen (Dienstag bis Donnerstag) nach Anmeldung zu Besuch kommen und das Camp im Vollbetrieb selbst erleben.
Was bietet ROOTS außer Ferienbetreuung?
Für Schulpartner werden 2 Varianten der digitalen Auszeit (5 – 6 Tage) angeboten:
- Die nomadische Wanderung ( Link)
- Die digitale Auszeit im Camp ( Link)
Zusätzlich veranstalten wir:
- Experience Wochenenden in digitaler Auszeit für Eltern und Pödagogen ( Link)
- Familien-Wochen im Clan für etwa 12 Erwachsene und 12 Kinder ( Link)
Gibt es ROOTS auch für Erwachsene?
Vor allem für Eltern und Pädagogen bieten wir Erfahrungswochenenden an. Im Rahmen von Familien bieten wir unsere Family Camps an und wenn sie mit einer Gruppe Erwachsender offline gehen wollen, rufen sie uns an – dann werden wir das ermöglichen.
Ist ROOTS ein Digital DETOX Camp?
Nicht im Sinne von „wir gewöhnen unseren Gästen das Smartphone nachhaltig ab“. Wir ermöglichen allerdings eine freudvolle offline Erfahrung, die in Folge als Orientierung und Motivation für Mehr dienen kann. Wenn sie an Mehr interessiert sind, gehen sie mit uns in kontakt und fragen sie nach AEC
Was bedeutet AEC?
Was bedeutet AEC?
Uns wurde im Verlauf der Zeit klar, dass es ein tieferes Problembewusstsein (Awareness) braucht, um den Wert einer digitalen Auszeit , die dringende Notwendigkeit einer Verhaltensänderung zu realisieren und in Angriff zu nehmen. Also Awareness um sich der Herausforderung stellen zu wollen. Experience um die gemeinsame Motivation zur Veränderung zu schaffen und Change um solidarisch und nachhaltig zu einer selbstbestimmten Nutzung digitaler Medien zu gelangen.
A = Awareness
Problembewusstsein: Erkenne, dass es ein digitales Problem gibt und verstehe dassdu selbst auch Teil des Problems bist.
E = Experience
Erfahrung: Erfahre den Benefit in einer Gruppe offline in der Natur zu sein – in souveräner Ruhe. Erkenne was da die Bühne betritt.
C = Change
Veränderung: Wir begleiten dich auf dem Weg vom Datenlieferant zum bewussten Nutzer des Internets.
Nimmt ROOTS auch Kinder, die gar nicht ins Camp wollen?
Nicht gerne und nur nach vorheriger Absprache mit den Eltern. Wenn Kinder gar nicht wollen und gezwungen werden, dann empfinden sie uns und unser Angebot als Strafe und das wollen wir nicht sein. Wir helfen Ihnen aber immer gerne bei der Überzeugungsarbeit.
Kontakt für Rückfragen
Für persönliche Rückfragen zur Eignung, Organisation oder Fördermöglichkeiten steht das ROOTS Team telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.
info@rootscamp.at
+43 (0 676 / 73 83 380
Checklisten
Mitbringen
- Sandalen oder Trekking-Schuhe
- Zahnbürste (Pasta)
- Handtuch
- 2 Shorts
- 2 T-Shirts
- Lange Hose
- 1 Paar warme Socken
- Jogger (Pulli und Hose)
- Regenjacke
- Messer (keine Dolche, Macheten oder sonstige Waffen)
- Warmer Schlafsack
- Isomatte für Nächte draußen
Zu Hause lassen
- Handy
- Uhr
- Spiegel
- Kameras
- I-Pod
- GPS
- LED Lights
- Taschenlampen, Stirnlampen
- Bergschuhe (nicht nötig)
- Sweets, Drinks, Snacks
- Geld
- Shampoos, Seifen, Conditioner, Deos, etc (Wir stellen abbaubare Shampoos und Seifen zur Verfügung)
Hier könnt ihr euch auch die Checkliste für zu Hause downloaden