04. Juli bis 06. September 2026
5 Tages Camp für Kinder von 6 bis 16 Jahre
ROOTS Camps bieten eine besondere Form der Sommerferien: fünf Tage in der Natur, ohne digitale Geräte, aber mit echten Erlebnissen. Kinder zwischen 6 und 16 Jahren erleben eine Auszeit vom Alltag – begleitet von erfahrenen Pädagog:innen, getragen von einer starken Gemeinschaft und eingebettet in einen durchdachten pädagogischen Rahmen.
Naturzeit statt Bildschirmzeit
Das Camp ist kein Ferienprogramm im klassischen Sinn. Es ist ein Erfahrungsraum, der Entschleunigung ermöglicht, Selbstwirksamkeit stärkt und soziale Fähigkeiten in einer sicheren Umgebung fördert.
Dazu schließen wir eine Vereinbarung – den „Vertrag“
Camp Beschreibung
ROOTS Camps richten sich an Kinder, die Lust haben, ihre Ferien einmal ganz anders zu verbringen: draußen, mit Feuer, in gelebter Gemeinschaft, Spiel, Handwerk und viel Bewegung in der Natur.
Mitbringen braucht es keine Vorkenntnisse – nur Offenheit für neue Erfahrungen und ein wenig Abenteuerlust.
Auch ruhige oder sensible Kinder finden im Camp einen sicheren Platz: durch kleine Gruppen, feste Bezugspersonen und eine achtsame Begleitung. ROOTS ist ein absolut mobbingfreier Raum
Termine 2026
06.07. bis 10.07. ausgebucht
13.07. bis 17.07. ausgebucht
20.07. bis 24.07. 2 Restplätze
27.07. bis 31.07. ausgebucht
03.08. bis 07.08.
10.08. bis 14.08. ausgebucht
17.08. bis 21.08.
24.08. bis 28.08.
Preisegestaltung
Der Teilnahmebeitrag für ein ROOTS Camp (5 Tage inkl. Unterkunft, Verpflegung und pädagogischer Begleitung) beträgt:
Preis frei wählbar (minus € 20,- für Geschwister)
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Ablauf
Die Anreise erfolgt jeweils Montag zwischen 09:00 Uhr und 10:00 Uhr. Mit den Eltern besprechen wir nochmals kurz das Wichtigste und treffen dann mit den Kindern eine zentrale Vereinbarung auf Ehre und Gewissen.
Abholung ist jeweils Freitag pünktlich um 15:00 und bitte nehmen Sie sich etwas Zeit, damit Ihnen die Kinder sich gut voneinander lösen und verabschieden können.
Die Vereinbarung – „Der Vertrag“
Bevor die eigentliche Zeit im Camp beginnt, setzen wir uns mit den Kindern zusammen, erklären die Grundregeln unseres Zusammenseins und schließen mit jedem Einzelnen eine Vereinbarung. Was ist unser gemeinsames Ziel für die Woche? Wie sind Rechte und Pflichten verteilt? Welche sind die Konsequenzen, wenn die Vereinbarung gebrochen wird? Um Ihnen eine Vorstellung dieser Vertragsgespräche zu vermitteln, skizzieren wir im Folgenden Inhalte und Zusammenhänge.
Der Vertrag
Sicherheit und Wohlbefinden
Im Kern geht es um die Sicherheit und das Wohlbefinden aller und es geht darum, dass es der aktiven Teilnahme aller bedarf, um diese beiden Qualitäten zur vollen Entfaltung zu bringen.
Respekt und Achtsamkeit
Wir achten das Sosein des anderen und wir anerkennen und schätzen die Vielfalt. Wir beziehen uns dabei auf unsere Mitmenschen und auf alles was lebt, die Fauna, die Flora, die Nacktschnecke genauso wie der Schmetterling. Sehr wichtig ist uns ein achtsamer Umgang mit unserem Camp und unserer Nahrung.
Solidarität
Wir halten zusammen und wollen das Wohlbefinden aller. Wenn wir nur auf unser eigenes Wohlergehen achten, dann gilt bald das Gesetz des Stärkeren und dann wäre es nicht mehr lustig im Camp.
Schutz
Wie kann es uns nun gelingen, dies in die Praxis umzusetzen? Im Grunde recht einfach: Wir handeln proaktiv. Wir warten nicht drauf, ob andere nett sind, sondern wir legen einfach los. Damit dabei niemand den Kürzeren zieht, garantiere wir allen unseren persönlichen Schutz. Bei unsolidarischem oder respektlosem Handeln schreiten wir sofort ein.
Verantwortung, Vertrauen, Bewegungsfreiheit
Im ROOTS Camp gilt Vertrauen viel mehr als Kontrolle! Wir schenken jedem Kind einen Vertrauensvorschuss und wissen (aus fast 25 Jahren Erfahrung), dass Kinder mit diesem Geschenk sehr sorgsam umgehen. Sie sind stolz darauf, auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden.
Hiermit geht Eigenverantwortung einher und zwar soviel, wie sie auch tragen können. Für das Zähne putzen, für das eigene Messer, für die eigene Unterhaltung und vor allem für das Einlösen unserer Vereinbarung.
Im Gegenzug gewähren wir ein großes Maß an individueller Bewegungsfreiheit. Dazu gehört auch freie Zeit im Wald. Die erwachsenen Begleiter:innen decken dabei als Team den Raum ab und garantieren die Regeln.
Konsequenzen: Wir tolerieren kein Mobbing
Wenn wir erkennen, dass ein Kind mit dem gewährten Vertrauen überfordert ist, die Vereinbarung nicht eingehalten wird, es zu unsolidarischem oder respektlosem Verhalten kommt, handelt es sich dabei praktisch immer um einen Ruf nach Aufmerksamkeit. Oft haben Kinder gelernt, dass sie als Regelbrecher die Aufmerksamkeit ihrer Peers gewinnen oder dass es immer noch besser ist, gefürchtet, als ignoriert zu werden.
Da wir der Sicherheit und dem Wohlbefinden aller verpflichtet sind und allen Kindern persönlichen Schutz garantiert haben, schreiten wir hier umgehend ein.
Die erste Konsequenz ist der Verlust der Bewegungsfreiheit. Die zweite und letzte Konsequenz ist die Rückgabe des Kindes in die Obhut der Eltern. Wir würden es im Sinne der Gemeinschaft und aus Selbstschutz tun, aber es war noch nie notwendig.
Zuwendung statt Strafe
Der Verlust der individuellen Bewegungsfreiheit ist nur die eine Seite der Medaille und ist nicht als Strafe zu verstehen. Das Kind erhält im Gegenzug eine persönliche Begleitung und deren volle Aufmerksamkeit. In aller Regel entspannt das die Situation und das Kind kehrt in die Gemeinschaft zurück. Manchmal bleibt es auch lieber bei seinem Begleiter oder seiner Begleiterin, was auch gut ist.
Die geniale Umkehr! Aus Pflicht wird Recht
Nachdem sich alle zu dieser Vereinbarung bekannt – den Vertrag somit unterschrieben – haben, entsteht daraus das Recht Aller vertragsgemäß – also respekt-, liebe-, und vertrauensvoll behandelt zu werden. Und genau das ist es was wir in täglichen Ratsrunden auch fragen – wirst du vertragsgemäß behandelt – sind alle gut und liebevoll zu dir?
Wichtige Hinweise
- Ihre Kinder benötigen keine Vorkenntnisse, aber eine grundsätzliche Offenheit gegenüber Natur, Gruppe und Regeln. Sie sollten freiwillig ins Camp kommen.
- Die Begleitung durch erfahrene Begleiter:innen erfolgt in einem Verhältnis von 1:3
- Individuelle Bedürfnisse ihrer Kinder erfordern ein Vorgespräch und können weitestgehend berücksichtigt werden.
- Eine Packliste finden sie hier und wird mit der Anmeldebestätigung nochmals zugesendet.
- KINDERSCHUTZKONZEPT Pdf
Aus dem Camp Tagebuch
Checklisten
Mitbringen
- Sandalen oder Trekking-Schuhe
- Zahnbürste (Pasta)
- Handtuch
- 2 Shorts
- 2 T-Shirts
- Lange Hose
- 1 Paar warme Socken
- Jogger (Pulli und Hose)
- Regenjacke
- Messer (keine Dolche, Macheten oder sonstige Waffen)
- Warmer Schlafsack
- Isomatte für Nächte draußen
Zu Hause lassen
- Handy
- Uhr
- Spiegel
- Kameras
- I-Pod
- GPS
- LED Lights
- Taschenlampen, Stirnlampen
- Bergschuhe (nicht nötig)
- Sweets, Drinks, Snacks
- Geld
- Shampoos, Seifen, Conditioner, Deos, etc (Wir stellen abbaubare Shampoos und Seifen zur Verfügung)
Hier könnt ihr euch auch die Checkliste für zu Hause downloaden
FAQs
Was passiert bei Heimweh?
Kinder, die Heimweh verspüren, werden individuell begleitet. In den meisten Fällen hilft die Gruppe und die klare Struktur, das Gefühl gut zu bewältigen. Eltern werden bei Bedarf natürlich kontaktiert.
Wie viele Kinder sind im Camp?
In der Regel nehmen pro Woche etwa 20 bis 25 Kinder teil. Der Clan ist bunt gemischt und wird von konstanten Bezugspersonen begleitet.
Gibt es Ausnahmen bei der Medienregel?
Nein. Um das gemeinsame Erleben zu schützen, gilt der Verzicht auf Handy, Uhr und Spiegel für alle Teilnehmenden. Im Notfall melden wir uns verlässlich.
Was passiert bei schlechtem Wetter?
Das Gelände ist grundsätzlich wetterfest ausgestattet. Es gibt trockene Zelte, Notunterkünfte und genügend Ausweichmöglichkeiten.
Welche Werte werden vertreten?
Es geht im Kern um ein aktiv gefördertes, liebevolles Miteinander. Für Mobbing und Konkurrenzdenken ist kein Platz.
Was geht mit und was bleibt zuhause?
Unsere Checklist ist das Ergebnis von vielen Jahren Feinschliff. Wichtig ist uns vor allem die „Bleibt Zuhause“ Liste
Noch Fragen?
Kontakt für Rückfragen
Für persönliche Rückfragen zur Eignung, Organisation oder Fördermöglichkeiten steht Euch das ROOTS Team telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.